Freitag, 23. Oktober 2009

Das E-Book kommt

Kalifornien schafft Schulbücher ab
Das Lesegerät "Sony Reader" war im März auf der Leipziger Buchmesse zu sehen.

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will Lehrbücher an den Schulen seines Bundesstaats abschaffen und durch elektronische Lesegeräte ersetzen. Herkömmliche Schulbücher seien "veraltet, schwer und teuer", sagte Schwarzenegger in einer Rede vor Schulkindern in Sacramento. Kalifornien sei der "Weltmarktführer in Technologie und Innovation", deswegen müsse es bei der Einführung von E-Büchern vorangehen. Die digitalen Lehrbücher sollten bis Jahresende für die Fächer Mathe und Naturwissenschaften einsatzbereit sein.

Schwarzenegger begründete die Initiative auch mit den Sparzwängen seines Bundesstaats, der derzeit in einer akuten Haushaltsnotlage steckt. Ein Lehrbuch koste den Staat durchschnittlich rund 100 Dollar; die Umstellung auf E-Bücher könnte zunächst 300 bis 400 Millionen Dollar einsparen, bei einer Ausweitung auf weitere Fächer würden hunderte Millionen Dollar mehr eingespart. Er sei sich bewusst, dass seine Entscheidung einen "dramatischen Wandel" darstelle. Allerdings halte er die Schüler für gut gerüstet: "Sie hören heute schon digitale Musik und schauen online Fernsehen, sie nutzen Twitter und Facebook."

Foto: picture-alliance/dpa

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