Freitag, 19. März 2010

LESE-GERÄTE AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE
Darum sind E-Books ein Erfolg


Auf der Leipziger Buchmesse (18. bis 21.03.2010) sind neben den gedruckten Neuheiten auch digitale Bücher (E-Books) das Top-Thema.

Die papierlosen Bücher sind ein Renner: Immer mehr aktuelle Sachbücher und Romane werden auch als E-Books angeboten. Sowohl der Online-Buchhändler Libri als auch der E-Book-Anbieter Textunes sind mit dem Absatz sehr zufrieden. Von dem Start des Tablet-PCs Apple iPad Ende April erwartet die Buchbranche einen weiteren Schub. In diesem Jahr sollen bis zu 250 000 digitale Bücher verkauft werden. Anbieter Textunes hat nach eigenen Angaben 50 000 E-Books zu Preisen von 0,79 bis 25 Euro verkauft. Mit kostenlosen Exemplaren und Leseproben komme man auf 350 000 geladene E-Books.

Das Interesse an E-Books in Deutschland wächst laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage: Demnach wollen sich in diesem Jahr 2,9 Millionen Bundesbürger ein digitales Buch kaufen. Das sind 700 000 Käufer mehr, als im letzten Jahr. Von den 14- bis 24-Jährigen plant dieses Jahr jeder Zehnte den Kauf eines E-Books, teilte der Hightech-Branchenverband Bitkom mit.
E-Books lassen sich auf speziellen E-Book-Readern, Smartphones und am Computer mit einer speziellen Software laden und lesen. Anbieter dieser Spezial-Geräte sind bisher Amazon, Sony und Textunes. Zu Preisen zwischen 190 und 290 Euro erhält der Käufer ein Gerät, das meist auch Musik über Kopfhörer abspielt (MP3 vom Computer), Fotos darstellt (in Graustufen) und eigene Textdokumente (Word, pdf, txt) speichert und anzeigt. Die Akkus halten meist sehr lange: Mehrere tausend „Umblätter"-Vorgänge sind locker drin. Auf den Lese-Geräten lassen sich, je nach Speichergröße, Tausende von Büchern speichern.
Pünktlich zum Start der Buchmesse kündigte Samsung zwei weitere Lese-Geräte an. Diese sollen auch handschriftliche Bemerkungen speichern können, erklärte der Anbieter. Neue Bücher können per WLAN auf die Reader geladen werden. Preise stehen noch nicht fest.
Doch es geht auch ganz ohne Reader: So lassen sich E-Books, die eigentlich für den Amazon-Reader „Kindle“ bestimmt sind, mit einer kostenlosen App auf dem Apple iPhone, am PC oder Mac kaufen und lesen. Amazon hat nach eigenen Angaben derzeit über 325 000 eBooks im Programm.
Auch Bücher leihen ist mit eBooks möglich: So können verschlüsselte E-Books online ausgeliehen und auf den Lesegeräten von Sony digital und legal wiedergeben werden. Nach Ablauf des Leihzeitraums deaktivieren sich die Inhalte auf dem Lesegerät von selbst und sind damit virtuell „zurückgegeben“.

Quelle: www.Bild.de

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