Freitag, 16. Oktober 2009

Sind E-Books das Ende des Papier-Buchs?

Die E-Books kommen! Ein zentrales Thema der Frankfurter Buchmesse sind elektronische Bücher und die entsprechenden Lesegeräte, die E-Reader. Zahlreiche Unternehmen präsentieren ihre neuen Modelle. Naht damit das Ende des gedruckten Buchs? BILD.de nimmt den Trend unter die Lupe.

Einige Marktforscher gehen davon aus, dass elektronische Bücher schon in wenigen Jahren mehr Umsatz bringen als ihre Pendants aus Papier. In China beispielsweise, Gastland der Buchmesse, sind elektronische Bücher bereits seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Dort rechnet sich ein niedriger E-Book-Preis aufgrund immenser Download-Raten.
Hierzulande ist der elektronische Buchmarkt zwar noch in den Anfängen, aber immer mehr Verlage steigen in das E-Book-Geschäft ein. Anlässlich der Buchmesse starten auch die zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörenden Häuser Droemer/Knaur, Fischer, Kiepenheuer & Witsch und Rowohlt mit rund 800 Titeln; bis zum Jahresende sollen 1500 Titel lieferbar sein. Die Preise der E-Books orientieren sich am Ladenpreis der günstigsten regulären Druckausgabe.
Die E-Books werden in Deutschland meist im gängigen Epub-Format angeboten, einem neuen Publizierungs-Standard für elektronische Bücher, der die Textgröße automatisch an jeden beliebigen Bildschirm anpasst. Die Bücher sind außerdem mit einem Kopierschutz versehen. Kunden können die gekauften Titel auf ihrem Reader sowie auf fünf weiteren Lesegeräten nutzen, für die sie sich vorab registrieren müssen.
Übrigens hat jetzt auch das Online-Nachschlagewerk Wikipedia einen eigenen Reader. Der „Wikireader“ des taiwanesischen Unternehmens Openmoko ist für 99 Dollar (rund 68 Euro) über das Internet erhältlich. Mit den klassischen E-Readern hat das Gerät aber nicht viel gemein. Es erfüllt einzig und allein den Zweck, Wikipedia-Inhalte mobil verfügbar zu machen. Das geht zwar schon jetzt mit jedem internetfähigen Handy. Aber wie gesagt: Die E-Books kommen. Und wie immer bei einem neuen Trend gibt es auch hier viele Spielereien.

VON EV TEBROKE
Quelle: Bild.de

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